Erweiterung Logistikzentrum Roche Diagnostics Standort Mannheim
Roche Diagnostics hat für 62 Mio. Euro sein Logistikzentrum erweitert und modernisiert – und baut so den Standort kontinuierlich als internationale Drehscheibe aus
Vom Rhein-Neckar-Dreieck aus versorgt die globale Logistik, Kunden und Roche-Niederlassungen in 170 Ländern: Insgesamt 7.000 diagnostische Fertigprodukte und Geräte sowie 13.000 Ersatzteile werden in alle Welt geschickt. Als internationales Logistikzentrum leistet der baden-württembergische Standort den zentralen Service für die Division Diagnostics. Rund 770 Mitarbeiter sind hier mittlerweile für die Gestaltung der globalen Supply Chain und die operative Abwicklung zuständig, davon 330 im Bereich der operativen Logistik. Erste Untersuchungen zur Standorterweiterung gab es im Jahr 2000. 2001 folgten weitere Diskussionen mit der Konzernleitung über die Entwicklung des Marktes, des Direktgeschäfts an Endkunden und der Produktionsversorgung der stark wachsenden Produktionsbetriebe sowie über die erforderlichen Kapazitäten. Der Konzern hat schließlich im Februar 2002 das Erweiterungskonzept verabschiedet. Im November 2003 beendete das Logistikteam im Wesentlichen die Tätigkeiten bei Gebäudebau und Materialflusstechnik. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Parallelprojekt mit der IT zum Schwerpunkt. Gebäude und Materialflusstechnik wurden an die IT-Gruppe zur Verzahnung der alten und neuen Prozesse übertragen. Anfang 2004 erfolgte die Aktivierung des Neubaus mit kleiner Verzahnung zum Altbau.
Die Umsetzung
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Erweiterung um 100 Prozent Mit dem Abschluss der Erweiterung stehen im gesamten Gebäude somit insgesamt 15 Lagergassen mit 51.000 Palettenplätzen, vier Kleinteilelagergassen, 9.500 m Fördertechnik und knapp 40.000 m² Handhabungsflächen zur Verfügung. Jede Lagergasse bildet einen eigenen Brandabschnitt. Ein Novum stellt dabei das AKL dar, das im oberen Bereich der HRL-Gassen errichtet wurde. Auch die Verbindung der einzelnen Kommissionierbereiche mit Fördertechniken und Puffern zur Entkopplung der Bereiche stellt ein technisches Highlight der erweiterten Anlage dar. Gearbeitet wird in dem mehrgeschossigen Gebäude schon seit 2004. Mit der Kapazitätserweiterung des Logistikzentrums um nahezu 100 Prozent schaffte Roche Diagnostics rund 130 neue Arbeitsplätze. Die 330 Beschäftigten sorgen in der operativen Logistik dafür, dass täglich 4.000 Sendungen von Mannheim aus auf den Weg in die ganze Welt gebracht werden. Die jährlichen Steigerungsraten, bezogen auf die Kernparameter Aufträge, Auftragspositionen und verladenes Sendungsgewicht, liegen bei rund 8 Prozent, wobei der Export deutlich stärker wächst als das Aufkommen für den deutschen Markt. Insgesamt können in der Mannheimer Gesamtanlage jetzt sechs Mio. Auftragspositionen pro Jahr bearbeitet werden. Davon entfallen etwa fünf Mio. auf den Bereich der Direktbelieferungen. Über 70.000 Kunden in Deutschland, Österreich, Belgien, der Schweiz, Großbritannien, Italien und Niederlande versorgt Roche Diagnostics innerhalb von 24 bis 48 Stunden ohne weiteren Umschlag mit seinen Produkten. Mit den ersten Direktbelieferungen haben sie Mitte der 90er-Jahre begonnen. Seit April dieses Jahres ist Dänemark hinzugekommen und beginnt jetzt mit der Umsetzung im gesamten skandinavischen Raum. Das Mannheimer Lager ist damit zur globalen Verteilungsplattform für die Division Diagnostics herangewachsen. Eine Vielzahl von strategischen Projekten, eine Neuausrichtung der globalen Supply Chain, die Optimierung der Prozesse mittels neuer Software, wie auch die notwendige Erweiterungen der Kapazitäten in den operativen Bereichen prägen das Bild der kommenden Jahre. |
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Die Daten
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Daten Mannheimer Logistikzentrum Größe des Gesamtkomplexes: Grundfläche 15.300 m² Davon Hochregallager:
Baubeginn: März 2002 |
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