Scheurich GmbH & Co KG

 

scheurichDie Scheurich GmbH & Co. KG mit Sitz in Kleinheubach ist Europas führendes Unternehmen für Keramiksortimente rund um Blumen und Pflanzen. Scheurich produziert und vertreibt hierfür ein breites, modisches Keramiksortiment. Jährlich werden in Abstimmung mit internationalen Trendagenturen bis zu sechs Kollektionen entwickelt.

Die Fertigung erfolgt mit modernsten Produktionsanlagen. Rund 350 Mitarbeiter produzieren im Stammwerk täglich ca. 100.000 Stück. Produktion und Vorratslager sind in einem Gebäudekomplex konzentriert. In einem separaten Geschossbau befinden sich Kommissionierung und Distribution. Die beiden Gebäude sind über eine Transportbrücke verbunden. Bisher erfolgten alle Transporte zwischen den einzelnen Einheiten per Stapler bzw. über Lastenaufzüge.

Die Konzeption

illustration_3dIm Rahmen einer Vorstudie zur Zielfindung wurden alle logistischen Prozesse unter dem Aspekt der Effizienzsteigerung durchleuchtet. Erklärtes Ziel war es, das vorhandene Flächenangebot zu  nutzen. Bauliche Maßnahmen sollten vermieden werden.

Die Auftragsbearbeitung mit stetig steigenden Kundenanforderungen nach individuellen Sortimentsvarianten erforderte außerdem die Optimierung der Kommissionierprozesse bei gleichzeitiger Reduzierung der Auftragsdurchlaufzeiten.

Die Konzeption verfolgt folgende Prämissen:

  • Effizienzsteigerung bei allen Transportfunktionen
  • Modernisierung der Kommissionier- und Versandabläufe zur Steigerung des logistischen Servicegrades

Die Lösung

Zuführung zum automatisierten Palettenlift im Produktionsgebäude
Zuführung zum automatisierten Palettenlift im Produktionsgebäude
Automatische Bereitstellung Topartikel
Automatische Bereitstellung Topartikel
Kommissionierfahrzeug mit zwei Auftragspaletten
Kommissionierfahrzeug mit zwei Auftragspaletten
verteilpunkt
Transportbrücke mit Steuerpult Verteilknoten

Fertigprodukte werden nach Verlassen der Produktionslinien palettiert und direkt auf Förderstrecken übergeben, die ins Lager, die Kommissionierung oder zum Versand führen. Die bisher manuelle Entsorgung der Produktion über einen Lastenaufzug im Drei-Schichtbetrieb wurde automatisiert. Der neue Lift, in den bestehenden Aufzugschacht montiert, verfügt in allen Geschossebenen über automatische Auf- und Abgabestrecken.

Alle wesentlichen Vertikaltransporte erfolgen mit automatisierten Liften, die neu errichtet oder in vorhandenen Schächten installiert wurden. Die bestehende Transportbrücke, früher Staplerfahrweg, stellt heute die automatisierte Verbindung zwischen Vorratslagern und Versandgebäude dar.

Angetriebene Rollenbahnen führen zum zentralen Verteilpunkt, hier beginnt die Kanalisierung aller Transporte vom Lager zu den unterschiedlichen Kommissionier- und Versandfunktionen. Der neue Außenlift am Versandgebäude ersetzt die bisher personalintensiven Palettentransporte über die Lastenaufzüge.

Neben der Entsorgung der Produktion mit artikelreinen Paletten hat die Bearbeitung der Kundenaufträge höchste Priorität. Großaufträge kundenspezifischer Verpackungseinheiten werden auf flexibel belegbaren Aktionsflächen bearbeitet. Herzstück und Bereich größter Personalintensität ist die tagesgenaue Kommissionierung der individuellen Kundenaufträge.

Artikelbereitstellung
Topartikel mit einem hohen Anteil am Versandvolumen werden in der Kommissionierung automatisch bereitgestellt. Die Nachbevorratung des übrigen Artikelspektrums erfolgt konventionell vom Verteilknoten aus mit Flurförderzeugen.

Kommissionierung
Die Mitarbeiter starten ihre Kommissionierfahrt im Bereich der Topartikel. Entnahmeposition und -menge werden dem Mitarbeiter auf mobilen Terminals ebenso angezeigt wie kundenspezifische Anforderungen bzgl. Palettentyp oder Packvorschriften. Bei Bedarf können über Tastatur erforderliche Korrekturen vorgenommen werden. Die Kommissionierfahrt erfolgt wegeoptimiert. Kommissionierprozesse und Palettenbewegungen werden mit mobilen Terminals und Handscannern durchgeführt: Datenfunk sichert den Informationsaustausch. Vollständige Auftragspaletten werden am Verteilknoten wieder in den automatischen Transportfluss eingeschleust und laufen in den Versand. Eine neue Stretchanlage löst Schrumpfhauben ab; der Stretchautomat ist in den Transportfluss integriert. Sensoren erkennen den Palettentyp und starten das entsprechende Programm. Bei Abnahme der Palette werden die Versandetiketten gedruckt und vom Mitarbeiter angebracht.

IT-Systeme
Logistisches Leistungsvermögen heißt heute schnelle und effiziente Systemunterstützung. Angebunden an SAP wurde für die komplette Lagersteuerung ein Lagerverwaltungssystem (LVS) eingesetzt, das die Anforderungen aus den neuen Lager- und Kommissionierprozessen in transparente Arbeitsabläufe umsetzt. Zur Steuerung der Förderanlagen wurde ein Materialflusssystem eingerichtet.

Wesentliche neue Funktionsbausteine sind:

  • Übernahme von Lagereinheiten aus dem SAP und Steuerung der Einlagerung in die Lagerbereiche
  • Verwaltung der Lagerbereiche mit definierten Zonen und Produktzuordnungen
  • Transportabwicklung und Kommissionierung über mobile Funkterminals
  • Bündelung von Lieferungen an einen Warenempfänger zu einer Sendung
  • Auftragssplitting je Kommissionierbereich
  • Bearbeitung von Sonderauftragsarten,
    z.B. Aktionen, Musteraufträge, Displayaufträge
  • Regelmäßige Nachschubtransporte
  • Sondernachschübe für Großmengen
  • Optimierte Entnahmeabläufe in Kommissionierbereichen
  • Konsolidierung von Auftragsanteilen zu einer Sendung
  • Druck von Versandpapieren und Versandetiketten
  • Leitstandsfunktionen zur Steuerung und Auswertung




Der Nutzen

Operative Logistik

  • Minimierung variabler Logistikkosten durch effiziente Techniken und Abläufe
  • Reduzierung Transportpersonal durch Einsatz von Palettenfördertechnik und Liften
  • Steigerung Kommissionierleistung je Mitarbeiter durch effiziente Prozesse
  • Reduzierung der Auftragsdurchlaufzeiten, tagesgenaue Bearbeitung von Eilbestellungen

IT Systeme

  • Steigerung der Datentransparenz durch Vernetzung aller Prozesse in Echtzeit
  • Kürzeste Einarbeitung von Mitarbeitern durch systemunterstützte Benutzerführung
  • Minimierung der Fehlerraten in der Kommissionierung

Wettbewerbsvorteile

  • Steigerung des Servicegrades in der Kundenbelieferung

Leistungen IWL

  • Konzeptentwicklung
  • Definition aller logistischen Abläufe
  • Detailplanung erforderlicher Anlagen, Einrichtungen und IT Systeme
  • Erstellung aller Leistungsverzeichnisse
  • Angebotseinholung für technische Gewerke und IT Systeme
  • Mitwirken bei der Lieferantenauswahl
  • Planung der Anlagenrealisierung
  • Projektbetreuung bis zur Inbetriebnahme

Beteiligte Firmen

 

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