eterna Mode AG

eternaDas 1863 gegründete Traditionsunternehmen eterna mit Sitz in Passau bringt jedes Jahr zwei Hauptkollektionen von rund 2.000 Hemden-, 800 Blusen- und 160 Krawattenmodellen auf den Markt. Außerdem werden zwei Zwischenkollektionen mit ungefähr 250 Hemden-, 120 Blusen- und 120 Krawattenmodellen kreiert. Darüber hinaus entstehen so genannte Flashprogramme, mit denen das Passauer Unternehmen kurzfristig auf entstehende Trends reagiert. Die bügelfreien Baumwollstoffe für die Produktion von rund 3,5 Millionen Hemden und 500.000 Blusen werden aus der Schweiz geliefert. Abnehmer sind mittlerweile mehr als 5.000 Fachhändler weltweit.

Das Auftragsvolumen von eterna wächst seit Jahren kontinuierlich. Um das Warehousing weiterhin mit demselben Personalstamm bewältigen zu können, mussten 2003 die Lagerkapazitäten des 1993 erbauten Logistikzentrums Passau erweitert und gleichzeitig die Prozessabläufe optimiert werden.


Die Lösung

Wareneingang
Wareneingang
Hängefördertechnik der Firma Schönenberger
Hängefördertechnik der Firma Schönenberger

Das neue Logistikzentrum, altes Lagergebäude plus Erweiterungsbau, setzt sich zusammen aus ca. 10.000 m² Lagerfläche und ca. 5.000 m² Funktionsfläche (Wareneingang, Warenausgang, Büros). Als architektonisches Bindeglied der beiden Bauten dient ein fünf Meter breiter Zwischenbau mit Vollfrontverglasung.

Im alten Lagergebäude findet heute im Erdgeschoss auf fünf Tore verteilt der Wareneingang statt. Das sechste Tor ist für betriebsinterne Lieferungen reserviert. Im Erweiterungsbau stehen sechs Tore für den Warenausgang zur Verfügung. In der ersten und zweiten Etage einer Podestanlage sowie auf einer Zwischenebene können in beiden Gebäuden ca. 400.000 Hemden und 100.000 Blusen bevorratet werden. Dem Bereich Servicelager (24h-Service) sind 150.000 Hemden und 20.000 Blusen zuzuordnen. Gelagert werden die hochwertigen Kleidungsstücke in Kragarmregalen, Fachbodenregalen, Hängeregalen und Durchlaufregalen.

Um einen effizienten Personaleinsatz sicherzustellen, wurden die Abläufe im Lager neu strukturiert und in Verbindung mit den neu hinzugekommenen Flächen mehr Übersichtlichkeit geschaffen. Insbesondere wurde durch großzügig ausgelegte Stauzonen vor und nach den einzelnen Lagerbereichen ein ungestörter Materialfluss sichergestellt. Der Wareneingang, die einzelnen Lagerbereiche, der Packbereich und der Warenausgang wurden den neuen Gegebenheiten angepasst, ein zusätzlicher Umreifer und ein erweiterbarer Warenausgangssorter installiert.

Um die Leistungsvorgabe (Umschlag des Lagervolumens 10 x pro Jahr bei ca. 2.500 Versandkartons pro Tag) realisieren zu können musste auch die Hängefördertechnik dem neuen Materialfluss angepasst und Teilstrecken automatisiert werden. Mit dem neuen Logistikzentrum ist eterna in der Lage aus dem Sevicelager (NOS-Programme für Hemden und Blusen) seine Kunden in Deutschland und Österreich innerhalb von 24 Stunden und die weiteren europäischen Exportmärkte innerhalb von 48 Stunden zu beliefern. Eine besondere Herausforderung war es, die Neu- und Umbauten sowie die Inbetriebnahme während des laufenden Betriebs zu realisieren.

Die Organisation

Warenausgang
Warenausgang
Stauzone mit Hängefördertechnik
Stauzone mit Hängefördertechnik

Sobald die Ware im Wareneingang ankommt, wird sie per Behälterfördertechnik (liegende Ware) oder per Hängefördertechnik (hängende Ware) zum Wareneingangsverteiler transportiert. Dort wird die Ware ins Lagerverwaltungssystem eingebucht und anschließend mit Hilfe der Hängefördertechnik eingelagert. In ca. zwei Metern Höhe sind hierzu Schienen installiert, in denen mit Rollen versehene Transportkörbe für die liegende Ware oder mit Rollen versehene Trolleys für die hängende Ware laufen. Die Transportkörbe und Trolleys werden auf ebenen Strecken manuell, auf Anstiegen und Gefällestrecken automatisch transportiert. Bei der Einlagerung und bei der Kommissionierung können die Transportkörbe bzw. die Trolleys bis in die jeweiligen Regalgassen hineingezogen werden. Durch die Umsetzung eines neuen Wegekonzeptes wurden die Kommissionierwege optimiert.

Die kommissionierte Ware wird nach Abschluss des Kommissioniervorgangs manuell bis zu den dafür vorgesehenen Stauzonen gezogen und von dort automatisch zu den Packtischen befördert. An den Packplätzen wird die Ware in Kartons verpackt, mit einem Versandlabel versehen und anschließend mit einer neu installierten Behälterfördertechnik zum Umreifer und dann zum Warenausgangssorter transportiert. Nach der Tourzuordnung durch den Sorter werden die Kartons auf Paletten gepackt, diese dann bei Bedarf gestretcht (es wird unterschieden zwischen Speditions- und Paketdienstversand) und auf den zugewiesenen Verteilplätzen im Warenausgangsbereich abgestellt. Viele Kunden von eterna sind über eine EDI-Schnittstelle mit dem Warenwirtschaftssystem verbunden, so dass ein Verkauf im Fachhandelsgeschäft automatisch eine Bestellung (Tagessammelbestellung) im Logistikzentrum Passau auslöst.

Beteiligte Unternehmen

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schonenberger     SCHÖNENBERGER Systeme GmbH
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